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Konfirmation 2010 - Festgottesdienst

Liebe Konfirmandinnen und Konfirmanden, liebe Eltern und Paten, liebe Konfirmationsgemeinde,

das Wochenlied für Pfingsten, das wir eben gesungen haben, hat es wirklich in sich.

Da geht es zum einen um den „Heiligen Geist“, den Geist der Wahrheit, den wir bitten, dass er bei uns einkehren soll.

Ja, könnte da mancher seufzen. Mehr Wahrhaftigkeit stünde uns wirklich gut an in unserer Gesellschaft. In den Betrieben und in der Politik, in den Kirchen und in den Familien ist es nötig, dass Menschen sich trauen, die Wahrheit zu sagen. Damit das, was weh tut, auch einmal beim Namen genannt wird – und zwar rechtzeitig, und nicht erst dann, wenn die Beweislast erdrückend ist und die gefürchtete Wahl vorbei ist.

Welchen Wert hat Wahrheit, Wahrhaftigkeit für uns heute?

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Konfirmation 2010 - Familienabendmahl

Was macht Ihr eigentlich mit Eurer Zunge,
liebe Konfirmandinnen und Konfirmanden, liebe Gemeinde?

Was macht Ihr eigentlich mit Eurer Zunge?
Oder anders gefragt: Was macht Ihr aus Eurer Zunge?

Mag ja sein, dass das eine seltsame Frage ist an einem Tag wie heute.

Aber die Biologie, also die Lehre vom Leben, beweist: die Zunge ist ein ebenso vielseitiges wie flexibles Körperteil.

Das meine ich ganz ernst. Und auch in mehreren Bedeutungen.

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Sonntag, 20.09.2009 - 15. So. n. Trin.

Pfr. Hans-Christian GlasLiebe Gemeinde,

der Predigttext für den heutigen Tag hat mich in mehrerlei Hinsicht intensiv beschäftigt. Das hat einerseits mit mir persönlich zu tun, andererseits mit der Zeit, in der wir leben.

Das persönliche ist schnell erzählt: Im heutigen Predigttext verbirgt sich mein Konfirmationsspruch. Über diesen Konfirmationsspruch habe ich schon oft nachgedacht, aber ich habe noch nie darüber gepredigt. Ich hatte mich selbst in Verdacht, dass ich nicht so unvoreingenommen und neugierig an den Text herangehe, wie ich das sonst gerne tue. Denn mit meinem Konfirmationsspruch habe ich ja schon meine Erfahrungen.

Deshalb habe ich versucht, heute nicht solche Gedanken, die ich zu meinem Konfirmationsspruch habe, auf den Rest des Textes zu übertragen, sondern bewusst den Spruch im Zusammenhang des gesamten Textes zu sehen.

Andererseits ist es einer der ganz bekannten Texte Jesu. Der Abschnitt stammt aus der Bergpredigt und ich gehe davon aus, dass sie alle ihn schon mehrfach gehört haben und dass sie zu diesem Text und seinen straken Bildern schon eigene Gedanken oder Erinnerungen haben.

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Sonntag, 09.08.2009 - 9. So. n. Trin.

„So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen“

Liebe Gemeinde,

der Paulus tut sich leicht. Er will vermitteln zwischen Judenchristen und Heidenchristen, diesen völlig verschieden sozialisierten Menschen aus unterschiedlichen Kulturen. Da waren auf der einen Seite die Judenchristen, die gerne am Sabbat, also am Samstag, in die Synagoge gehen wollten und mit den Juden gemeinsam im Wort Gottes forschen wollten. Denen war das genauso wichtig wie die Auferstehungsfeier am Sonntag. Die sagten: Wir dürfen unsere Wurzeln nicht vergessen. Wir müssen unsere Traditionen pflegen.

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Sonntag, 26.07.2009 - Wartturmgottesdienst

Würden Sie einen Engel erkennen, wenn er ihnen gegenüber steht, liebe Gemeinde?

Ich glaube, das ist gar nicht so einfach.

Tobias war ein Mann, der mit Engeln Erfahrung hatte. Vielleicht lag es daran, dass ihm eine Ahnung gekommen ist bei diesem Mann, der sich seinem Sohn als Begleiter andient.

Begleiter - das ist ja auch eine der beiden zentralen Aufgaben, die Engel von Gott übertragen bekommen.

Das Wort "Engel" bedeutet ja zunächst einmal "Bote".

Engel bringen in vielen biblischen Geschichten eine Botschaft Gottes zu den Menschen. An Weihnachten war es eine gute Nachricht. Aber es gab auch Engel, die traurige oder wütende Stellungnahmen Gottes an uns übermitteln sollten.

Wir Menschen haben darauf ganz unterschiedlich reagiert. Manches, was Gott hat ausrichten lassen, wollten wir nicht hören. Dann haben wir die Engel, die Überbringer dieser Mahnworte, einfach ignoriert. Wir haben gar nicht hingehört. Nicht hingesehen. Oder es einfach nicht geglaubt.

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